Krankenzusatzversicherung vergleichen

Ambulante und stationäre Zusatztarife für gesetzlich Versicherte im Überblick.

Überleg vorher, wofür du regelmäßig selbst zahlst: Brille, Heilpraktiker, Vorsorge oder die Wahl im Krankenhaus. Für den Rechner brauchst du dein Geburtsdatum und die Bausteine, die dir wichtig sind.

Illustration zum Vergleich Krankenzusatzversicherung

powered by TARIFCHECK24 GmbH · Angaben zum Anbieter

Was die gesetzliche Kasse nicht zahlt

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt, was medizinisch notwendig und wirtschaftlich ist. Vieles darüber hinaus zahlst du selbst. Typische Lücken:

Die Bausteine

Zahnersatz, Zahnbehandlung und Zahnreinigung deckt die Zahnzusatzversicherung gezielter ab. Viele Kombitarife bündeln ambulante und stationäre Leistungen mit Zahn, sind aber nicht immer günstiger als zwei getrennte Verträge.

Welche Bausteine sich lohnen

Rechne nach, was du in den letzten Jahren selbst bezahlt hast. Wer alle zwei Jahre eine Brille für 400 Euro kauft, regelmäßig zum Osteopathen geht oder Heilpraktiker nutzt, kann mit einem ambulanten Tarif mehr herausbekommen, als er einzahlt. Wer kaum Zusatzkosten hat, spart das Geld besser selbst.

Die stationäre Zusatzversicherung ist eine Komfortleistung. Ob dir Einbettzimmer und Chefarzt den Beitrag wert sind, ist eine persönliche Entscheidung. Medizinisch notwendige Behandlung bekommst du auch ohne. Die Beiträge stationärer Tarife steigen mit dem Alter oft deutlich. Prüf, ob der Tarif mit Altersrückstellungen kalkuliert ist.

Worauf du beim Vergleich achtest

Gesundheitsfragen

Die meisten Zusatztarife fragen nach Behandlungen der letzten Jahre. Bei ambulanten Tarifen sind die Fragen oft kurz, bei stationären ausführlicher. Beantworte sie vollständig, sonst riskierst du den Schutz. Einige Tarife verzichten auf Gesundheitsfragen und begrenzen dafür die Leistung in den ersten Jahren.

Über den Arbeitgeber

Manche Arbeitgeber bieten eine betriebliche Krankenversicherung an. Sie übernehmen den Beitrag ganz oder teilweise, oft ohne Gesundheitsfragen. Frag in der Personalabteilung nach, bevor du privat abschließt. Bis zu 50 Euro im Monat kann der Arbeitgeber dir als steuerfreien Sachbezug zuwenden, wenn keine anderen Sachbezüge diesen Rahmen ausschöpfen.

So nutzt du den Vergleich

  1. Aufschreiben, wofür du in den letzten zwei Jahren selbst bezahlt hast.
  2. Nur die Bausteine wählen, die zu diesen Kosten passen.
  3. Erstattungshöhe, Höchstbeträge und Wartezeiten der günstigsten Tarife nebeneinanderlegen.

Rechenbeispiel ambulanter Tarif

Angenommen, du kaufst alle zwei Jahre eine Gleitsichtbrille für 600 Euro und gehst fünfmal im Jahr zum Osteopathen für je 80 Euro. Das sind im Schnitt 700 Euro im Jahr. Ein ambulanter Tarif, der 80 Prozent der Heilpraktiker- und Osteopathiekosten bis 500 Euro und alle zwei Jahre 300 Euro für die Brille erstattet, bringt dir rund 470 Euro im Jahr zurück. Kostet er 20 Euro im Monat, bleibt ein kleiner Vorteil. Ohne Osteopathen lohnt er sich nicht. Rechne mit deinen eigenen Zahlen, bevor du abschließt, und denk daran, dass in den ersten Monaten oft eine Wartezeit gilt und die Höchstbeträge im ersten Jahr niedriger sein können.

Passt dazu: private Krankenversicherung, Pflegezusatzversicherung. Mehr im Ratgeber: Versicherungen checken, oder alle Versicherungsvergleiche.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Krankenzusatz- und Zahnzusatzversicherung?
Die Krankenzusatzversicherung deckt Leistungen wie Brille, Heilpraktiker, Vorsorge oder Einbettzimmer im Krankenhaus ab. Die Zahnzusatzversicherung ist auf Zahnersatz, Zahnbehandlung und Zahnreinigung spezialisiert. Für Zähne ist sie meist die bessere Wahl.
Lohnt sich eine ambulante Zusatzversicherung?
Wenn du regelmäßig Brillen kaufst, zum Heilpraktiker oder Osteopathen gehst oder Vorsorge selbst zahlst, oft ja. Rechne nach, was du in den letzten Jahren selbst bezahlt hast, und vergleiche es mit dem Jahresbeitrag.
Zahlt die Krankenzusatzversicherung für laufende Behandlungen?
In der Regel nicht. Was bei Abschluss schon begonnen, angeraten oder geplant war, ist ausgeschlossen. Schließ deshalb ab, bevor du etwas brauchst.

Stand: