Ökostrom vergleichen

PLZ und Verbrauch eingeben, Ökostrom-Filter setzen und zertifizierte Tarife deiner Region sehen.

Leg deine letzte Stromabrechnung daneben: Du brauchst Postleitzahl und Jahresverbrauch in kWh. Im Rechner setzt du den Ökostrom-Filter, den Rest stellst du genauso ein wie bei jedem Stromvergleich.

Illustration zum Vergleich Ökostrom

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Was „Ökostrom" im Rechner bedeutet

Im Tarifrechner kannst du einen Filter setzen, der nur Ökostromtarife anzeigt. Aber was heißt das eigentlich? Ein Tarif gilt als Ökostrom, wenn der Anbieter garantiert, dass die gelieferte Strommenge aus erneuerbaren Quellen stammt: Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Den Nachweis führt er über sogenannte Herkunftsnachweise, die ein europäisches Register verwaltet.

Das Problem: Ein Herkunftsnachweis sagt nur, dass irgendwo in Europa eine Anlage Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt hat. Der Anbieter kauft diese Nachweise ein und darf seinen Tarif dann „Ökostrom" nennen. Das bedeutet nicht, dass aus deiner Steckdose physisch grüner Strom kommt. Es bedeutet, dass dein Geld rechnerisch einer erneuerbaren Anlage zugeordnet wird.

Für viele reicht das. Wer sichergehen will, dass sein Geld tatsächlich den Ausbau erneuerbarer Energien fördert, braucht ein zusätzliches Siegel.

ok-power und Grüner Strom Label: was die Siegel bedeuten

Zwei unabhängige Siegel sind in Deutschland verbreitet:

Beide Siegel schließen Atom- und Kohlestrom aus und verlangen, dass der Anbieter nicht an fossilen Kraftwerken beteiligt ist. Ein Ökostromtarif ohne solches Siegel ist nicht automatisch schlecht, aber du weißt weniger darüber, was mit deinem Geld passiert.

Im Rechner kannst du leider nicht direkt nach Siegel filtern. Aber du siehst bei vielen Tarifen einen Hinweis auf das Label. Wenn dir das wichtig ist, schau vor dem Abschluss auf die Website des Anbieters, ob ein aktuelles Siegel vorliegt.

Ist Ökostrom teurer?

Kurze Antwort: meistens nicht. Die Preisunterschiede zwischen konventionellen Tarifen und Ökostromtarifen sind in den letzten Jahren fast verschwunden. In vielen Regionen kosten zertifizierte Ökostromtarife genauso viel wie ein normaler Sondervertrag, manchmal sogar weniger, weil die Anbieter mit günstigen Konditionen Kunden gewinnen wollen.

Der Grund: Strom aus Wind und Sonne lag an der Börse 2024 und 2025 im Schnitt unter dem Preis von Gas- und Kohlestrom. Die Herkunftsnachweise kosten den Anbieter nur wenige Cent pro Kilowattstunde. Was den Preis eines Stromtarifs bestimmt, sind vor allem Netzentgelte, Steuern und Umlagen, und die sind für alle Tarife gleich.

Teurer wird es nur, wenn du einen Tarif mit echtem Förderanteil willst, also mit Grüner Strom Label oder ok-power. Dort fließt ein fester Betrag in neue Projekte. Aber auch das macht selten mehr als 1 bis 2 Euro im Monat aus.

So stellst du den Rechner richtig ein

Tipp: Schau dir die ersten fünf Treffer an und vergleich den Preis ohne Bonus. Oft liegt ein guter Ökostromtarif nur wenige Euro über dem günstigsten konventionellen Tarif, manchmal sogar darunter.

Fristen und Wechsel

Der Wechsel zu einem Ökostromtarif läuft genauso wie jeder Stromanbieterwechsel:

Den alten Vertrag kündigt in der Regel der neue Anbieter für dich. Bei Sonderkündigung wegen Preiserhöhung kümmere dich lieber selbst. Alle Schritte findest du im Ratgeber Stromvertrag wechseln.

Worauf du bei Neukundenbonus und Preisgarantie achten musst

Viele Ökostrom-Anbieter werben mit hohen Boni. Das Problem: Im zweiten Jahr zahlst du den vollen Preis, und der kann deutlich höher liegen als bei einem Tarif ohne Bonus. Deshalb:

Bei der Preisgarantie gilt: „Eingeschränkt" heißt, dass Netzentgelte und Umlagen weitergegeben werden dürfen. Das ist kein Betrug, aber du trägst einen Teil des Risikos. „Voll" schließt fast alles aus, nur neue Steuern dürfen weitergegeben werden.

Lohnt sich Ökostrom für dich?

Wenn du ohnehin den Stromanbieter wechseln willst, gibt es keinen Grund, keinen Ökostromtarif zu nehmen. Der Preisunterschied ist minimal, oft null. Du bekommst denselben Strom aus der Steckdose, aber dein Geld wird rechnerisch erneuerbaren Quellen zugeordnet. Mit einem Siegel wie ok-power oder Grüner Strom Label weißt du zusätzlich, dass ein kleiner Teil in den Ausbau neuer Anlagen fließt.

Den Klimawandel stoppst du mit einem Ökostromtarif allein nicht. Aber es ist einer der einfachsten Hebel, die du hast, und er kostet dich praktisch nichts.

Häufige Fragen

Ist Ökostrom teurer als normaler Strom?
In den meisten Regionen nicht. Die Preisunterschiede zwischen konventionellen und Ökostromtarifen sind fast verschwunden. Strom aus Wind und Sonne ist an der Börse oft günstiger als Strom aus fossilen Quellen, und die Herkunftsnachweise kosten den Anbieter nur wenige Cent pro Kilowattstunde. Tarife mit echtem Förderanteil (ok-power oder Grüner Strom Label) kosten meist 1 bis 2 Euro im Monat mehr.
Was bedeuten ok-power und Grüner Strom Label?
Beide Siegel stellen sicher, dass dein Geld den Ausbau erneuerbarer Energien fördert, nicht nur Zertifikate kauft. Das Grüner Strom Label wird von Umweltverbänden wie BUND und NABU getragen und verlangt Investitionen in neue Anlagen. ok-power vom EnergieVision e. V. fordert einen messbaren Zusatznutzen für die Energiewende. Beide schließen Atom- und Kohlestrom aus.
Kommt aus meiner Steckdose wirklich grüner Strom?
Nein, physisch kommt bei allen der gleiche Strommix aus dem Netz. Ein Ökostromtarif bedeutet, dass der Anbieter für deine verbrauchte Menge Herkunftsnachweise aus erneuerbaren Quellen kauft. Dein Geld wird also rechnerisch einer Wind-, Solar- oder Wasserkraftanlage zugeordnet. Wer echten Ausbau fördern will, achtet auf ein Siegel wie ok-power oder Grüner Strom Label.
Wie wechsle ich zu einem Ökostromtarif?
Genauso wie bei jedem Stromanbieterwechsel: Postleitzahl und Jahresverbrauch in den Rechner eingeben, Ökostrom-Filter setzen, Tarif auswählen und online abschließen. Den alten Vertrag kündigt der neue Anbieter für dich. Bei Sonderkündigung wegen Preiserhöhung kündige lieber selbst. Dein Strom ist beim Wechsel nie weg.
Worauf muss ich beim Neukundenbonus achten?
Viele Ökostrom-Anbieter locken mit hohen Boni im ersten Jahr. Im zweiten Jahr zahlst du den vollen Preis. Rechne darum den Jahrespreis ohne Bonus aus: Grundpreis mal 12 plus Arbeitspreis mal deinen Verbrauch. Vergleich diesen Preis mit deinem aktuellen Tarif und trag dir einen Termin vor Ende der Erstlaufzeit ein, damit du rechtzeitig neu vergleichst.

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