Strom vergleichen

Stromtarife nach Arbeitspreis, Grundpreis und Preis ohne Neukundenbonus vergleichen.

Leg deine letzte Stromabrechnung daneben: Du brauchst Postleitzahl und Jahresverbrauch in kWh. Den Neukundenbonus rechnest du am besten raus, warum, steht unter dem Rechner.

Stromrechnung mit Zählerstand und Arbeitspreis in ct pro kWh

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So stellst du den Rechner richtig ein

Nach Postleitzahl und Verbrauch zeigt dir der Rechner eine Liste. Ganz oben steht oft nicht der Tarif, der dich auf Dauer am wenigsten kostet, sondern der mit dem größten Bonus. Diese Einstellungen schützen dich davor:

Tipp: Nimm nicht reflexartig Platz 1. Schau dir die ersten fünf Treffer mit diesen Filtern an und nimm den, der auch ohne Bonus günstig ist. Und trag dir einen Termin einen Monat vor Ende der Erstlaufzeit in den Kalender. Dann vergleichst du neu, bevor der Preis im zweiten Jahr greift.

Wo dein Verbrauch steht

Auf deiner letzten Jahresabrechnung, meist auf der ersten oder zweiten Seite, unter „Verbrauch“ in kWh. Achte darauf, dass der Abrechnungszeitraum ungefähr ein Jahr umfasst. Von derselben Rechnung brauchst du für den Wechsel später die Zählernummer und, falls angegeben, die Marktlokations-ID (MaLo-ID).

Neu eingezogen und noch keine Abrechnung? Diese groben Richtwerte reichen für den Start, gerechnet ohne Warmwasser über Strom (also ohne Durchlauferhitzer):

Das sind Richtwerte, keine Messwerte. Schätz lieber etwas zu hoch als zu niedrig, denn ein zu niedriger Abschlag endet in einer Nachzahlung. Nach der ersten Abrechnung passt du den Abschlag an.

Fristen: wann du raus kannst

Kündigen musst du meist nicht selbst: Der neue Anbieter kündigt in deinem Auftrag beim alten. Ausnahme: Bei einer Sonderkündigung wegen Preiserhöhung kündigst du besser selbst, per E-Mail oder Kundenportal, damit die Frist sicher hält. Alle Schritte im Detail stehen im Ratgeber Stromvertrag wechseln.

Am Wechseltag

Fotografier den Zählerstand an dem Tag, an dem der neue Vertrag beginnt. Beide Anbieter rechnen mit diesem Stand ab. Gibt es später Streit über die Schlussrechnung, hast du einen Beleg.

Und keine Sorge: Der Strom ist beim Wechsel nicht weg. Am Zähler ändert sich nichts, niemand muss in deine Wohnung. Selbst wenn ein Anbieter pleitegeht, liefert der örtliche Grundversorger automatisch weiter, bis du einen neuen Vertrag hast.

Sonderfälle: Wärmepumpe, E-Auto, dynamischer Tarif

Wärmepumpe oder Wallbox: Läuft das Gerät über einen eigenen Zähler, brauchst du dafür einen eigenen Wärmepumpen- oder Autostromtarif. Im normalen Haushaltsrechner tauchen die nicht immer auf. Dazu kommt § 14a EnWG: Für steuerbare Geräte wie Wärmepumpe oder Wallbox zahlst du ein reduziertes Netzentgelt, dafür darf der Netzbetreiber ihre Leistung bei Engpässen begrenzen. Für Geräte, die seit 2024 angeschlossen wurden, ist das in der Regel Pflicht. Welche Variante für dich gilt, sagt dir dein Netzbetreiber.

Dynamischer Tarif: Der Preis folgt der Strombörse, oft Stunde für Stunde. Das geht nur mit Smart Meter (intelligentem Messsystem) und lohnt sich, wenn du große Verbräuche wirklich verschieben kannst, etwa das E-Auto nachts laden. Ohne flexible Geräte trägst du vor allem das Risiko teurer Stunden.

Wenn dir die Herkunft wichtig ist, nimm den Ökostrom-Vergleich.

Häufige Fragen

Ist der Strom beim Wechsel kurz weg?

Nein. Der Wechsel passiert nur auf dem Papier, am Zähler ändert sich nichts und niemand muss in deine Wohnung. Selbst wenn ein Anbieter pleitegeht, liefert der Grundversorger automatisch weiter.

Muss ich beim alten Anbieter selbst kündigen?

Meist nicht. Beim Abschluss gibst du dem neuen Anbieter eine Vollmacht, er kündigt dann für dich. Nur bei einer Sonderkündigung wegen Preiserhöhung kündigst du besser selbst, damit die Frist sicher hält.

Mein Anbieter erhöht den Preis – was jetzt?

Du hast ein Sonderkündigungsrecht zu dem Tag, an dem der neue Preis gelten soll. Vergleich sofort, schließ einen neuen Tarif ab und kündige den alten in Textform mit Hinweis auf die Preiserhöhung. Das Datum steht im Schreiben deines Anbieters.

Welche Angaben brauche ich für den Vergleich?

Für den Vergleich nur Postleitzahl und Jahresverbrauch in kWh. Für den Abschluss zusätzlich Zählernummer, deine Bankverbindung und den Namen deines bisherigen Anbieters. Alles steht auf der letzten Jahresabrechnung.

Soll ich einen Tarif mit Neukundenbonus nehmen?

Gern, wenn er auch ohne Bonus günstig ist. Viele Boni werden erst nach zwölf Monaten verrechnet, und ab dem zweiten Jahr zahlst du den vollen Preis. Rechne deshalb Grundpreis mal 12 plus Arbeitspreis mal Verbrauch und vergleich diesen Betrag.

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