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Kreditkarte vergleichen
Jahresgebühr, Auslandseinsatz und Bargeld prüfen, Teilzahlungszinsen vermeiden.
Entscheide vor dem Rechner, wofür du die Karte brauchst: Reisen, Mietwagen, Online-Shopping oder nur als Reserve. Stell danach im Rechner auf vollständige Rückzahlung, Teilzahlung ist fast immer teuer.
Erst klären: Wofür brauchst du die Karte?
Die passende Kreditkarte hängt davon ab, wofür du sie nutzt. Ein paar typische Fälle:
- Reisen außerhalb des Euroraums: Wichtig sind keine Gebühren für Zahlungen in Fremdwährung und günstiges Abheben am Automaten.
- Mietwagen und Hotels: Hier wird oft eine Kaution geblockt. Viele Vermieter akzeptieren dafür nur echte Kreditkarten, keine Debitkarten.
- Online-Shopping: Eine Karte mit guter App, Push-Nachrichten und Sicherheitsfunktionen ist wichtiger als Bonuspunkte.
- Als Reserve: Dann zählt vor allem eine Karte ohne Jahresgebühr.
Debit, Charge oder Revolving: der Unterschied, der Geld kostet
Debitkarte
Jede Zahlung wird direkt vom Konto abgebucht. Das ist übersichtlich, aber nicht jeder Mietwagenvermieter akzeptiert sie für die Kaution.
Charge-Karte
Alle Zahlungen eines Monats werden gesammelt und einmal im Monat komplett vom Girokonto abgebucht. Bis dahin hast du einen zinsfreien Zeitraum. Das ist die klassische Kreditkarte.
Revolving-Karte
Du zahlst monatlich nur einen Teil zurück, der Rest wird zu einem meist hohen Zins finanziert. Bei manchen Karten ist die Teilzahlung voreingestellt. Das ist die größte Kostenfalle bei Kreditkarten. Tipp: Stell die Rückzahlung direkt nach Erhalt auf 100 Prozent um, wenn die Karte das erlaubt. Wer Geld leihen muss, ist mit einem Ratenkredit meist günstiger dran.
So nutzt du den Rechner sinnvoll
- Jahresgebühr: Viele Karten sind ohne Jahresgebühr erhältlich. Manche sind nur im ersten Jahr kostenlos oder nur bei einem bestimmten Umsatz. Lies die Bedingungen.
- Fremdwährungsgebühr: Wird bei Zahlungen außerhalb des Euroraums fällig, oft als Prozentsatz vom Umsatz.
- Bargeld: Prüf, ob Abhebungen kostenlos sind und ob Zinsen ab dem Abhebetag laufen. Das ist bei manchen Karten der Fall.
- Zusatzleistungen: Versicherungen und Bonusprogramme sind nur etwas wert, wenn du sie wirklich nutzt. Reiseversicherungen gelten oft nur, wenn die Reise mit der Karte bezahlt wurde.
Stolperfallen
- Umrechnung am Automaten oder Kartenterminal im Ausland: Wirst du gefragt, ob in Euro oder in Landeswährung abgerechnet werden soll, wähl die Landeswährung. Die Umrechnung des Händlers ist oft deutlich schlechter.
- Gebühren des Automatenbetreibers: Auch wenn deine Karte kostenlos abhebt, kann der fremde Automat eine Gebühr nehmen. Wird vor der Abhebung angezeigt.
- Kostenlos nur mit Umsatz: Erreichst du den Mindestumsatz nicht, wird eine Gebühr fällig.
- Schufa: Jeder Antrag führt zu einer Anfrage. Beantrage nicht mehrere Karten auf einmal.
Sicherheit im Alltag
Schalte in der App Push-Nachrichten für jede Zahlung ein, dann siehst du Missbrauch sofort. Bei Verlust die Karte über die App oder den Sperr-Notruf 116 116 sperren. Unberechtigte Abbuchungen meldest du sofort der Bank. In der Regel haftest du nur in engen Grenzen, wenn du die Karte sorgfältig verwahrt hast.
Ein Jahr Kartenkosten selbst ausrechnen
Um zwei Karten fair zu vergleichen, schreib auf, wie du sie in einem typischen Jahr nutzt: wie viele Euro du außerhalb des Euroraums zahlst, wie oft du im Ausland Bargeld abhebst und ob du einen Mindestumsatz erreichst. Dann rechnest du für jede Karte: Jahresgebühr plus Fremdwährungsgebühr auf deinen Auslandsumsatz plus Kosten für Abhebungen. Bei Zusatzleistungen zählst du nur das, was du sonst wirklich separat kaufen würdest, etwa eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Die Karte mit der kleinsten Summe gewinnt, auch wenn sie im Rechner nicht ganz oben steht.
Brauchst du überhaupt eine?
Wer nur im Euroraum unterwegs ist und eine Debitkarte zum Girokonto hat, braucht oft keine zusätzliche Kreditkarte. Für Mietwagen, Reisen außerhalb Europas und als Reserve ist eine kostenlose Karte aber praktisch. Mehr dazu, wie Konto, Karte und Mobile Payment zusammenpassen, im Ratgeber Kreditkarten und Zahlungsmittel.
Karte kündigen oder wechseln
Einen Kreditkartenvertrag kannst du jederzeit kündigen. Eine vereinbarte Kündigungsfrist darf höchstens einen Monat betragen (§ 675h BGB). Hast du die Jahresgebühr im Voraus bezahlt, bekommst du den Anteil für die restlichen Monate zurück. Vor dem Wechsel lohnt ein Blick auf alles, was über die alte Karte läuft: Streamingdienste, Mobilfunkvertrag, Onlineshops mit gespeicherter Karte und Apps. Trag dort die neue Karte ein, bevor du die alte kündigst. Zerschneide die alte Karte nach der Kündigung durch Chip und Magnetstreifen.
Was der Rechner nicht zeigt
Der Rechner zeigt viele, aber nicht alle Karten am Markt. Konditionen ändern sich, prüf das Preis- und Leistungsverzeichnis vor dem Antrag.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Charge- und Revolving-Kreditkarte?
Bei der Charge-Karte wird der Monatsbetrag komplett vom Konto abgebucht. Bei der Revolving-Karte zahlst du nur einen Teil zurück, auf den Rest fallen meist hohe Zinsen an. Stell die Rückzahlung wenn möglich auf 100 Prozent.
Kann ich mit einer Debitkarte einen Mietwagen mieten?
Manchmal, aber nicht immer. Viele Vermieter verlangen für die Kaution eine echte Kreditkarte. Prüf die Bedingungen des Vermieters vor der Buchung.
Soll ich im Ausland in Euro oder Landeswährung zahlen?
In der Regel in Landeswährung. Die Umrechnung durch Händler oder Automatenbetreiber ist oft deutlich schlechter als die deiner Bank.
Schadet ein Kreditkartenantrag meiner Schufa?
Ein einzelner Antrag ist normal. Viele Anträge in kurzer Zeit können sich ungünstig auswirken. Beantrage lieber gezielt eine Karte.
Was mache ich, wenn meine Karte verloren geht?
Sofort sperren, über die App der Bank oder den Sperr-Notruf 116 116. Unberechtigte Abbuchungen meldest du direkt der Bank.
Gibt es Kreditkarten ohne Jahresgebühr?
Ja. 22 von 48 Karten im Vergleich kosten dauerhaft keine Jahresgebühr. Achte zusätzlich auf Gebühren für Bargeld und Zahlungen in Fremdwährung, sie unterscheiden sich je nach Karte.
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