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Prepaid vergleichen
Ohne Vertragsbindung: Paketpreis, Abrechnungszeitraum, Aufladung und Netz prüfen.
Achte im Rechner nicht nur auf den Paketpreis, sondern auf den Zeitraum: Viele Prepaid-Pakete laufen vier Wochen statt einen Monat. Leg dein Datenvolumen aus den Handy-Einstellungen daneben und filtere danach.
Für wen Prepaid die richtige Wahl ist
Prepaid heißt: Du lädst Guthaben auf, und nur davon wird abgebucht. Es gibt keine Rechnung, die dich überrascht, und keinen Vertrag, der sich verlängert. Das passt besonders gut für:
- Kinder und Jugendliche, die lernen sollen, mit einem festen Budget auszukommen.
- Wenig-Nutzer, die das Handy vor allem für Messenger und Notfälle haben.
- Zweitgeräte, etwa ein Diensthandy-Ersatz oder ein Handy für den Urlaub im Inland.
- Netz-Tester, die vor einem Wechsel prüfen wollen, ob ein Netz zu Hause und auf dem Arbeitsweg funktioniert.
- Alle, die flexibel bleiben wollen: Pakete lassen sich meist jederzeit abbestellen.
Die wichtigste Rechnung: vier Wochen sind kein Monat
Viele Prepaid-Pakete laufen 28 Tage. Ein Jahr hat aber 52 Wochen, also zahlst du 13 Pakete statt 12. Um Prepaid fair mit Laufzeittarifen zu vergleichen, rechnest du so:
- Paketpreis × 13 = Kosten pro Jahr bei einem 4-Wochen-Paket
- Durch 12 teilen = vergleichbarer Monatspreis
Das klingt nach Kleinkram, macht aber über ein Jahr ein ganzes Paket mehr aus. Manche Anbieter rechnen inzwischen monatlich ab. Im Rechner steht der Zeitraum meist bei den Tarifdetails.
So stellst du den Rechner ein
- Datenvolumen: In den Handy-Einstellungen unter mobile Daten siehst du deinen Verbrauch. Nimm den höchsten Monatswert und einen kleinen Puffer.
- Netz: Fast alle Prepaid-Anbieter nutzen das Netz von Telekom, Vodafone oder o2. Wähl das, das bei dir am besten funktioniert.
- Starterpaket: Die SIM kostet einmalig etwas, oft ist Startguthaben enthalten. Das ist nett, aber nicht entscheidend. Rechne mit dem laufenden Paketpreis.
Aufladen ohne Ärger
Du kannst Guthaben meist per Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder Aufladecode aus dem Supermarkt aufladen. Bequem ist die automatische Aufladung: Sinkt das Guthaben unter einen Betrag, wird nachgeladen. Achtung: Damit verlierst du einen Teil der Kostenkontrolle. Für Kinder eignet sich eine feste monatliche Aufladung vom Elternkonto wählen und keine automatische Nachladung bei leerem Guthaben.
Reicht das Guthaben bei Paketverlängerung nicht, wird das Paket meist nicht verlängert. Dann zahlst du oft teure Einzelpreise für Minuten und Daten oder bist offline. Ein Blick in die App vor dem Verlängerungstag erspart das.
Stolperfallen
- Ausweis nötig: Jede SIM muss mit Ausweis registriert werden, meist per Video-Ident oder Online-Ausweis. Für Kinder registrieren die Eltern auf ihren Namen.
- Inaktivität: Manche Anbieter deaktivieren SIM-Karten, die lange nicht genutzt oder aufgeladen wurden. Lies die Bedingungen, wenn du die SIM nur selten brauchst.
- Drittanbieter: Auch Prepaid-Guthaben kann für Abos belastet werden. Lass die Drittanbietersperre einrichten.
- Roaming: In der EU gelten Inlandskonditionen. Schweiz und Großbritannien sind nicht automatisch enthalten, dort kann das Guthaben schnell weg sein.
Prepaid für Kinder: so richtest du es ein
Registriere die SIM auf deinen Namen, richte die Drittanbietersperre ein und lade jeden Monat einen festen Betrag per Dauerauftrag oder in der App auf. Ein Datenpaket mit klarer Grenze ist besser als Einzelabrechnung, denn ist das Volumen weg, wird gedrosselt statt teuer abgerechnet. So lernt dein Kind mit dem Budget umzugehen, und du musst nicht jeden Monat nachrechnen.
Kündigen und Restguthaben
Ein Prepaid-Vertrag ist ohne Mindestlaufzeit kündbar, Pakete lassen sich meist zum Ende des laufenden Zeitraums abbestellen. Restguthaben gehört dir: Der Anbieter muss es nach der Kündigung auszahlen, eine Gebühr dafür ist laut Rechtsprechung unzulässig. Fordere die Auszahlung schriftlich an und nenn deine Kontoverbindung. Deine Rufnummer kannst du zu einem neuen Anbieter mitnehmen.
Prepaid oder monatlich kündbarer Vertrag?
Monatlich kündbare Laufzeittarife bieten inzwischen oft mehr Volumen fürs Geld. Wer seine Kosten aber hart deckeln will oder keine Schufa-Abfrage möchte, ist mit Prepaid weiter gut bedient. Vergleiche beide: Den Handytarife-Vergleich findest du hier.
Was der Rechner nicht zeigt
Der Rechner zeigt viele, aber nicht alle Prepaid-Angebote, etwa von Supermarkt- und Drogerieketten. Prüf Preis und Abrechnungszeitraum noch einmal beim Anbieter.
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Häufige Fragen
Bekomme ich mein Restguthaben zurück?
Ja. Nach der Kündigung muss der Anbieter das Restguthaben auszahlen, Gebühren dafür sind laut Rechtsprechung unzulässig. Fordere die Auszahlung schriftlich an.
Warum ist ein Prepaid-Paket teurer, als es aussieht?
Viele Pakete laufen vier Wochen statt einen Monat. Pro Jahr zahlst du so 13 statt 12 Pakete. Rechne Paketpreis × 13 ÷ 12, dann kannst du fair vergleichen.
Brauche ich für Prepaid einen Ausweis?
Ja. Jede SIM muss mit Ausweis registriert werden, meist per Video-Ident oder Online-Ausweis.
Gibt es bei Prepaid eine Schufa-Abfrage?
In der Regel nicht, weil du vorher bezahlst. Das macht Prepaid auch für Menschen interessant, die keinen Vertrag bekommen.
Was passiert, wenn mein Guthaben bei der Paketverlängerung nicht reicht?
Dann wird das Paket meist nicht verlängert. Je nach Anbieter zahlst du Einzelpreise oder bist offline, bis du auflädst.
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