- Haushaltsbuch & Budget erstellen: In 4 Wochen zum System Haushaltsbuch ohne Bonsammeln: Kassensturz aus Kontoauszügen, passende Budget-Methode und Unterkonten, die das Budget tragen.
- Kreditkarte, Debitkarte & Mobile Payment: Die richtige Kombi Girocard, Debit- und Kreditkarte, Wallet: welche Kombination du brauchst, was Karten kosten und was bei Verlust zu tun ist.
- Dispo & Konsumschulden loswerden: Dein 12-Monats-Plan Raus aus dem Dispo: Kassensturz, sechs Hebel, Umschuldung und ein Rechenbeispiel. Dazu: wann eine Schuldnerberatung hilft.
Krypto-Börse vergleichen
Handelsgebühren, Spread und Auszahlung zusammenrechnen, Verwahrung und Zulassung prüfen.
Leg dir vorher fest, wie viel du in Kryptowerte stecken willst, und zwar nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst. Dann schau im Rechner nicht nur auf die Handelsgebühr, sondern auch auf Spread und Auszahlungskosten.
Erst das Risiko, dann der Vergleich
Bevor es um Gebühren geht, das Wichtigste: Kryptowerte wie Bitcoin oder Ether schwanken stark und können im schlimmsten Fall fast wertlos werden. Ein Totalverlust ist möglich. Anders als Geld auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto fallen Kryptowerte nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Die schützt nur Einlagen bei Banken bis 100.000 Euro (§ 8 EinSiG), nicht deine Coins. Steck deshalb nur Geld hinein, das du nicht brauchst, und nie deinen Notgroschen.
Börse, Broker oder Bank-App?
„Krypto-Börse“ steht im Alltag für drei verschiedene Dinge:
- Handelsplattform: Käufer und Verkäufer handeln über ein Orderbuch miteinander. Meist große Coin-Auswahl, Gebühren in Prozent je Trade, oft getrennt nach Maker und Taker.
- Krypto-Broker: Du kaufst direkt beim Anbieter zu dessen Kurs. Einfach zu bedienen, aber die Kosten stecken oft im Spread, also im Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
- Neobroker oder Bank: Krypto als Zusatz in der Depot- oder Banking-App. Bequem, wenn du dort schon Kunde bist. Prüf aber, ob du deine Coins auf eine eigene Wallet übertragen kannst. Bei manchen Angeboten geht das nicht.
Die Kosten, die du zusammenrechnen solltest
- Handelsgebühr: fester Betrag oder Prozentsatz je Kauf und Verkauf.
- Spread: steht auf keiner Gebührenliste. Vergleiche vor dem Kauf den angezeigten Kaufkurs mit dem Verkaufskurs im selben Moment.
- Einzahlung: Kauf per Kreditkarte oder „Sofortkauf“ ist oft deutlich teurer als eine Überweisung.
- Auszahlung auf eine eigene Wallet: Netzwerk- und Anbietergebühren pro Transfer.
- Sparplan: Kosten pro Ausführung und Mindestbetrag.
Rechne mit deinem eigenen Muster, zum Beispiel zwölf Sparplanausführungen und ein Verkauf im Jahr. Was kostet das bei jedem Anbieter? Der Anbieter oben im Rechner muss nicht der günstigste für dich sein.
Verwahrung: Wer hat die Schlüssel?
Lässt du deine Coins bei der Plattform liegen, verwahrt der Anbieter die Zugangsschlüssel für dich. Das ist bequem, aber du vertraust darauf, dass er gegen Hacks abgesichert ist und deine Bestände getrennt vom eigenen Vermögen hält. Wie gut das bei einer Pleite funktioniert, hängt vom Anbieter ab. Eine Sicherung wie bei Bankguthaben gibt es dafür nicht.
Die Alternative ist eine eigene Wallet, etwa eine Hardware-Wallet. Dann hast du die volle Kontrolle, aber auch die volle Verantwortung: Ist die Wiederherstellungsphrase weg, ist das Geld weg. Für kleine Beträge reicht vielen die Verwahrung beim Anbieter. Je mehr du anlegst, desto eher lohnt sich eine eigene Wallet.
Ist der Anbieter zugelassen?
Wer in der EU Krypto-Dienstleistungen anbietet, braucht eine Erlaubnis nach der EU-Verordnung MiCAR. Ob ein Anbieter in Deutschland zugelassen ist, siehst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin. Anbieter mit Erlaubnis aus einem anderen EU-Land führt die europäische Wertpapieraufsicht ESMA in ihrem Register. Bekannte Betrugsplattformen stehen in den Warnmeldungen der BaFin. Finger weg von Angeboten, die dich per Messenger oder Social Media anwerben und hohe, sichere Renditen versprechen.
Steuern: die Haltefrist von einem Jahr
Gewinne mit Kryptowerten sind in Deutschland keine Kapitalerträge wie beim Depot, sondern private Veräußerungsgeschäfte (§ 23 EStG). Das bedeutet:
- Nach mehr als einem Jahr steuerfrei: Verkaufst oder tauschst du Coins, die du länger als ein Jahr gehalten hast, bleibt der Gewinn steuerfrei.
- Innerhalb eines Jahres steuerpflichtig: Dann wird der Gewinn mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert. Steuerfrei bleibt er nur, wenn dein Gesamtgewinn aus solchen Geschäften im Kalenderjahr unter 1.000 Euro liegt. Das ist eine Freigrenze: Liegst du darüber, ist der ganze Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil über 1.000 Euro.
Auch der Tausch eines Coins in einen anderen zählt als Verkauf. Der Sparer-Pauschbetrag hilft hier nicht. Und anders als eine deutsche Depotbank führt die Plattform keine Steuer für dich ab. Du gibst Gewinne selbst in der Steuererklärung an. Lade dir deshalb einmal im Jahr die Transaktionshistorie herunter.
Für wen das passt
Ein Krypto-Konto passt, wenn deine Basis steht: Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto, langfristiger Vermögensaufbau zum Beispiel mit ETFs im Depot und dazu ein kleiner Teil, mit dem du bewusst spekulierst. Wie du mit ETFs anfängst, steht im Ratgeber Depot eröffnen und ETF-Sparplan starten. Wer das Geld in den nächsten Jahren sicher braucht, ist hier falsch.
Typische Fallen
- Kauf per Karte: oft der teuerste Weg, Coins zu kaufen.
- Staking und Zinsversprechen: Zusätzliche Erträge bringen zusätzliche Risiken, etwa Sperrfristen oder Verluste bei einer Pleite des Anbieters.
- Hebelprodukte: verstärken Verluste und sind für Einsteiger nichts.
- Kaufen, wenn alle kaufen: Nach starken Anstiegen kauft man oft teuer. Ein Sparplan nimmt dir die Entscheidung über den Zeitpunkt ab.
Was der Rechner nicht zeigt
Der Rechner zeigt viele, aber nicht alle Anbieter. Gebühren ändern sich, lies das Preisverzeichnis vor der Anmeldung. Das hier ist keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Sind meine Coins bei einer Krypto-Börse gesichert?
Nein, nicht wie Bankguthaben. Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt für Einlagen bei Banken, nicht für Kryptowerte. Wie gut deine Coins bei einer Pleite des Anbieters geschützt sind, hängt von dessen Verwahrung ab. Ein Totalverlust durch Kursverfall ist ohnehin nicht abgesichert.
Muss ich Gewinne mit Bitcoin versteuern?
Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ja, sofern dein Gesamtgewinn aus solchen Geschäften im Jahr 1.000 Euro oder mehr beträgt. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei (§ 23 EStG).
Woran erkenne ich einen seriösen Anbieter?
Prüf, ob er eine Erlaubnis hat: in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder, bei Anbietern aus anderen EU-Ländern, im Register der ESMA. Steht er in den Warnmeldungen der BaFin oder verspricht er sichere hohe Renditen, lass die Finger davon.
Brauche ich eine eigene Wallet?
Für kleine Beträge nicht unbedingt. Mit einer eigenen Wallet hängst du nicht vom Anbieter ab, musst die Wiederherstellungsphrase aber sicher aufbewahren. Geht sie verloren, ist das Geld weg.
Stand: