Krypto-Börse vergleichen

Handelsgebühren, Spread und Auszahlung zusammenrechnen, Verwahrung und Zulassung prüfen.

Leg dir vorher fest, wie viel du in Kryptowerte stecken willst, und zwar nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst. Dann schau im Rechner nicht nur auf die Handelsgebühr, sondern auch auf Spread und Auszahlungskosten.

Illustration zum Vergleich Krypto-Börse

Vergleichsrechner bereitgestellt von financeAds GmbH & Co. KG · Angaben zum Anbieter

Erst das Risiko, dann der Vergleich

Bevor es um Gebühren geht, das Wichtigste: Kryptowerte wie Bitcoin oder Ether schwanken stark und können im schlimmsten Fall fast wertlos werden. Ein Totalverlust ist möglich. Anders als Geld auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto fallen Kryptowerte nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Die schützt nur Einlagen bei Banken bis 100.000 Euro (§ 8 EinSiG), nicht deine Coins. Steck deshalb nur Geld hinein, das du nicht brauchst, und nie deinen Notgroschen.

Börse, Broker oder Bank-App?

„Krypto-Börse“ steht im Alltag für drei verschiedene Dinge:

Die Kosten, die du zusammenrechnen solltest

Rechne mit deinem eigenen Muster, zum Beispiel zwölf Sparplanausführungen und ein Verkauf im Jahr. Was kostet das bei jedem Anbieter? Der Anbieter oben im Rechner muss nicht der günstigste für dich sein.

Verwahrung: Wer hat die Schlüssel?

Lässt du deine Coins bei der Plattform liegen, verwahrt der Anbieter die Zugangsschlüssel für dich. Das ist bequem, aber du vertraust darauf, dass er gegen Hacks abgesichert ist und deine Bestände getrennt vom eigenen Vermögen hält. Wie gut das bei einer Pleite funktioniert, hängt vom Anbieter ab. Eine Sicherung wie bei Bankguthaben gibt es dafür nicht.

Die Alternative ist eine eigene Wallet, etwa eine Hardware-Wallet. Dann hast du die volle Kontrolle, aber auch die volle Verantwortung: Ist die Wiederherstellungsphrase weg, ist das Geld weg. Für kleine Beträge reicht vielen die Verwahrung beim Anbieter. Je mehr du anlegst, desto eher lohnt sich eine eigene Wallet.

Ist der Anbieter zugelassen?

Wer in der EU Krypto-Dienstleistungen anbietet, braucht eine Erlaubnis nach der EU-Verordnung MiCAR. Ob ein Anbieter in Deutschland zugelassen ist, siehst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin. Anbieter mit Erlaubnis aus einem anderen EU-Land führt die europäische Wertpapieraufsicht ESMA in ihrem Register. Bekannte Betrugsplattformen stehen in den Warnmeldungen der BaFin. Finger weg von Angeboten, die dich per Messenger oder Social Media anwerben und hohe, sichere Renditen versprechen.

Steuern: die Haltefrist von einem Jahr

Gewinne mit Kryptowerten sind in Deutschland keine Kapitalerträge wie beim Depot, sondern private Veräußerungsgeschäfte (§ 23 EStG). Das bedeutet:

Auch der Tausch eines Coins in einen anderen zählt als Verkauf. Der Sparer-Pauschbetrag hilft hier nicht. Und anders als eine deutsche Depotbank führt die Plattform keine Steuer für dich ab. Du gibst Gewinne selbst in der Steuererklärung an. Lade dir deshalb einmal im Jahr die Transaktionshistorie herunter.

Für wen das passt

Ein Krypto-Konto passt, wenn deine Basis steht: Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto, langfristiger Vermögensaufbau zum Beispiel mit ETFs im Depot und dazu ein kleiner Teil, mit dem du bewusst spekulierst. Wie du mit ETFs anfängst, steht im Ratgeber Depot eröffnen und ETF-Sparplan starten. Wer das Geld in den nächsten Jahren sicher braucht, ist hier falsch.

Typische Fallen

Was der Rechner nicht zeigt

Der Rechner zeigt viele, aber nicht alle Anbieter. Gebühren ändern sich, lies das Preisverzeichnis vor der Anmeldung. Das hier ist keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Sind meine Coins bei einer Krypto-Börse gesichert?

Nein, nicht wie Bankguthaben. Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt für Einlagen bei Banken, nicht für Kryptowerte. Wie gut deine Coins bei einer Pleite des Anbieters geschützt sind, hängt von dessen Verwahrung ab. Ein Totalverlust durch Kursverfall ist ohnehin nicht abgesichert.

Muss ich Gewinne mit Bitcoin versteuern?

Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ja, sofern dein Gesamtgewinn aus solchen Geschäften im Jahr 1.000 Euro oder mehr beträgt. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei (§ 23 EStG).

Woran erkenne ich einen seriösen Anbieter?

Prüf, ob er eine Erlaubnis hat: in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder, bei Anbietern aus anderen EU-Ländern, im Register der ESMA. Steht er in den Warnmeldungen der BaFin oder verspricht er sichere hohe Renditen, lass die Finger davon.

Brauche ich eine eigene Wallet?

Für kleine Beträge nicht unbedingt. Mit einer eigenen Wallet hängst du nicht vom Anbieter ab, musst die Wiederherstellungsphrase aber sicher aufbewahren. Geht sie verloren, ist das Geld weg.

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