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Tagesgeldkonto vergleichen
Zins nach der Neukundenaktion und Einlagensicherung prüfen, Notgroschen flexibel parken.
Gib im Rechner den Betrag an, den du wirklich anlegen willst, und schau beim Zins auf zwei Dinge: wie lange der Aktionszins gilt und wie hoch der Zins danach ist.
Wofür Tagesgeld gut ist
Ein Tagesgeldkonto ist ein Parkplatz für Geld, das sicher und jederzeit verfügbar sein soll. Typisch ist der Notgroschen für kaputte Waschmaschine, Autoreparatur oder Jobverlust. Auch Geld, das du in den nächsten Monaten für eine größere Anschaffung brauchst, liegt hier gut. Für langfristigen Vermögensaufbau ist Tagesgeld weniger geeignet, dafür gibt es andere Wege wie ein Depot.
Wie hoch dein Notgroschen sein sollte, steht im Ratgeber Notgroschen aufbauen.
Der Zins ist variabel, und das musst du wissen
Banken können den Tagesgeldzins jederzeit ändern. Im Rechner siehst du oft hohe Zinsen, die aber nur für Neukunden und für eine begrenzte Zeit gelten, etwa für einige Monate und nur bis zu einem Höchstbetrag. Danach fällt der Zins auf den normalen Satz für Bestandskunden. Schau deshalb in den Details:
- Wie lange gilt der Aktionszins?
- Bis zu welchem Betrag gilt er?
- Wie hoch ist der Zins danach?
- Wird der Zins monatlich, vierteljährlich oder jährlich gutgeschrieben?
Wer gern optimiert, wechselt nach Ende der Aktion zur nächsten Bank. Das kostet etwas Zeit, kann aber spürbar mehr Zinsen bringen. Trag dir das Ende der Aktion in den Kalender. Wer es lieber einfach mag, nimmt eine Bank mit dauerhaft ordentlichem Zins.
Einlagensicherung: Wie sicher ist dein Geld?
In der EU sind Einlagen pro Kunde und Bank bis 100.000 Euro gesetzlich gesichert. Bei deutschen Banken kommt teils eine zusätzliche freiwillige Sicherung dazu. Zwei Dinge solltest du wissen:
- Ausländische Banken: Für Banken aus anderen EU-Ländern gilt die Einlagensicherung des jeweiligen Landes. Die Höhe ist gleich, aber im Ernstfall ist die Abwicklung womöglich langsamer. Schau dir die Bonität des Landes an.
- Über 100.000 Euro: Verteil größere Beträge auf mehrere Banken.
Steuern auf Zinsen
Zinsen sind Kapitalerträge. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr, für zusammen veranlagte Paare 2.000 Euro, bleiben sie steuerfrei, wenn du der Bank einen Freistellungsauftrag erteilst. Darüber fällt Abgeltungsteuer an. Verteil deinen Pauschbetrag auf deine Banken. Ohne Freistellungsauftrag führt eine deutsche Bank Steuern ab, die du dir erst über die Steuererklärung zurückholen kannst.
Bei Banken ohne deutsche Niederlassung, oft über Zinsplattformen, wird meist keine Steuer automatisch abgeführt. Dann musst du die Zinsen selbst in der Steuererklärung angeben.
So stellst du den Rechner ein
- Anlagebetrag: Gib den Betrag an, den du wirklich anlegen willst. Manche Zinsangebote gelten nur bis zu einer Höchstsumme.
- Laufzeit des Aktionszinses: Vergleiche, was du über ein Jahr insgesamt bekommst, nicht nur den höchsten Prozentwert.
- Referenzkonto: Geld vom Tagesgeldkonto geht in der Regel nur auf dein eigenes Referenzkonto. Das ist ein Sicherheitsmerkmal, plane die ein, zwei Tage für eine Überweisung ein.
Tagesgeld oder Festgeld?
Beim Festgeld legst du Geld für eine feste Laufzeit an, oft zu einem garantierten Zins. Dafür kommst du vorher nicht ran. Viele teilen deshalb auf: den Notgroschen aufs Tagesgeld, Geld, das du sicher länger nicht brauchst, aufs Festgeld.
Stolperfallen
- Kontoführungsgebühren: Ein Tagesgeldkonto sollte nichts kosten.
- Zins nur mit Girokonto: Manche Banken geben den besten Zins nur, wenn du auch das Girokonto dort führst. Prüf, ob sich das für dich lohnt.
- Inflation: Liegt der Zins unter der Inflationsrate, verliert dein Geld trotzdem an Kaufkraft. Für den Notgroschen ist das in Ordnung, für Vermögensaufbau nicht.
Der einfache Weg
Du musst nicht jedem Zehntelprozent hinterherlaufen. Leg den Notgroschen auf ein Tagesgeldkonto bei einer Bank mit solider Einlagensicherung, erteile den Freistellungsauftrag und schau einmal im Jahr, ob der Zins noch konkurrenzfähig ist. Ist er deutlich abgerutscht, wechselst du. Das dauert eine halbe Stunde.
Was der Rechner nicht zeigt
Der Rechner zeigt viele Banken, aber nicht alle. Zinsen ändern sich oft, prüf das Angebot direkt bei der Bank. Deine Zinsen bleiben gleich.
Häufige Fragen
Wie sicher ist mein Geld auf dem Tagesgeldkonto?
In der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich gesichert. Größere Beträge verteilst du am besten auf mehrere Banken.
Wie lange gilt der Neukundenzins?
Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich, oft einige Monate und bis zu einem Höchstbetrag. Danach gilt der normale Zins. Wie lange er bei einer Bank gilt, steht in ihren Konditionen. Der höchste Neukundenzins im Vergleich liegt aktuell bei 4,10 % p. a.
Muss ich Zinsen versteuern?
Zinsen sind bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr (2.000 Euro für zusammen veranlagte Paare) steuerfrei, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst. Darüber fällt Abgeltungsteuer an.
Wie schnell komme ich an mein Geld?
Du kannst jederzeit auf dein Referenzkonto überweisen. Das dauert in der Regel ein bis zwei Bankarbeitstage, bei Echtzeitüberweisung schneller.
Lohnt sich Tagesgeld bei einer ausländischen Bank?
Der Zins ist oft höher, die gesetzliche Sicherung liegt ebenfalls bei 100.000 Euro, gilt aber nach dem Recht des jeweiligen Landes. Steuern musst du dann meist selbst in der Steuererklärung angeben.
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