Geschäftskonto vergleichen

Geschäftskonten nach Kontoführung, Buchungsgebühren und Karten vergleichen.

Geschäftskonten unterscheiden sich vor allem in Kontoführungsgebühren, Transaktionskosten und enthaltenen Services wie Zahlungsverkehr oder Buchhaltungstools. Ein Vergleich zeigt, welches Konto zu deinen tatsächlichen Geschäftsanforderungen und deinem Budget passt – ohne versteckte Zusatzkosten.

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Brauchst du ein Geschäftskonto?

Für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG führt kein Weg daran vorbei: Das Stammkapital muss vor der Eintragung ins Handelsregister auf ein Konto der Gesellschaft eingezahlt werden. Einzelunternehmer und Freiberufler sind gesetzlich nicht verpflichtet, ein separates Konto zu führen. Viele Banken verbieten in ihren Bedingungen aber, ein privates Girokonto überwiegend geschäftlich zu nutzen, und können es dann kündigen. Und ein eigenes Konto spart dir Arbeit: Bei der Buchhaltung, der Steuererklärung und einer Betriebsprüfung musst du private und geschäftliche Zahlungen nicht mühsam auseinandersortieren.

Worauf es beim Vergleich ankommt

Kosten realistisch durchrechnen

Die Preisübersicht allein sagt wenig. Nimm deine Kontoauszüge der letzten drei Monate und zähle: Wie viele Überweisungen, Lastschriften und Bargeldeinzahlungen hattest du, wie viele Karten brauchst du? Rechne damit für jedes Konto die Monatskosten aus. Ein Konto mit höherer Grundgebühr und vielen Freibuchungen kann für ein aktives Geschäft günstiger sein als ein scheinbar kostenloses Konto mit Gebühren pro Buchung. Kontoführungsgebühren für ein Geschäftskonto sind Betriebsausgaben.

Typische Fallen

Ein Tipp für die Steuer: Richte ein Unterkonto ein und überweise bei jedem Zahlungseingang sofort einen festen Anteil für Umsatzsteuer und Einkommensteuer dorthin. So bist du bei Vorauszahlungen und Nachzahlungen nicht überrascht.

Sicherheit und Aufbewahrung

Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Bank gilt auch für Guthaben von Selbstständigen und Unternehmen (Einlagensicherungsgesetz). Liegt mehr Geld auf dem Konto, etwa vor einer großen Steuerzahlung, verteil es. Kontoauszüge sind Buchungsbelege. Du musst sie nach der Abgabenordnung aufbewahren, die Frist beträgt acht Jahre (§ 147 AO). Lade sie regelmäßig herunter, denn viele Banken stellen sie online nur für eine begrenzte Zeit bereit.

Für wen sich welches Konto eignet

Eröffnung und Wechsel

Für die Eröffnung brauchst du Ausweis, bei eingetragenen Firmen einen Handelsregisterauszug und eine Liste der wirtschaftlich Berechtigten, oft auch die Gewerbeanmeldung. Beim Wechsel teilst du die neue Bankverbindung Kunden, Lieferanten, Finanzamt und Krankenkasse mit und lässt das alte Konto ein paar Wochen parallel laufen, bis alle Zahlungen umgestellt sind. Hinterlege die neue IBAN auch auf Rechnungsvorlage, Website und im Impressum.

Für dein privates Konto findest du Angebote im Girokonto-Vergleich, welches Modell zu dir passt, steht im Ratgeber Kontomodelle. Absicherung für dein Unternehmen gibt es im Vergleich Firmenversicherung, die Steuererklärung erledigst du mit Steuersoftware. Weitere Geldthemen unter Finanzen.

Häufige Fragen

Brauche ich als Selbstständiger ein Geschäftskonto?

Gesetzlich nicht, als GmbH oder UG aber schon. Viele Banken verbieten zudem die überwiegend geschäftliche Nutzung eines Privatkontos. Ein eigenes Konto erleichtert Buchhaltung und Steuererklärung deutlich.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Das hängt von Grundgebühr, Kosten pro Buchung, Bargeld und Karten ab. Rechne mit deinen echten Buchungszahlen der letzten Monate, dann siehst du, welches Modell günstiger ist. Im Vergleich kommen 15 von 30 Konten ohne Grundgebühr aus.

Wie lange muss ich Kontoauszüge aufbewahren?

Kontoauszüge sind Buchungsbelege und müssen acht Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO).

Ist Geld auf dem Geschäftskonto gesichert?

Ja, die gesetzliche Einlagensicherung gilt bis 100.000 Euro pro Bank auch für Unternehmen und Selbstständige.

Kann ich die Kontogebühren absetzen?

Ja, Gebühren für ein Geschäftskonto sind Betriebsausgaben.

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