Girokonto wechseln: Wann sich ein Kontowechsel wirklich lohnt
Das Girokonto ist das finanzielle Drehkreuz im Alltag: Hier gehen Gehalt, Miete, Versicherungen und die meisten Lastschriften ein und aus. Viele Konten sind jedoch über die Jahre teurer geworden – durch Kontoführungsgebühren, Kartenpreise oder Zusatzentgelte. Gleichzeitig bieten moderne Direktbanken und Online-Konten oft bessere Konditionen und mehr Komfort.
Ein Kontowechsel muss heute kein großer Aufwand mehr sein. Dank gesetzlich geregeltem Kontowechselservice unterstützen viele Banken aktiv beim Umzug von Daueraufträgen und Lastschriften. Wer die eigenen Bedürfnisse kennt und systematisch vergleicht, kann Gebühren senken und Funktionen gewinnen, ohne auf Sicherheit zu verzichten.
Auf einen Blick
- Viele Girokonten wurden in den letzten Jahren schrittweise teurer.
- Oft gibt es günstige oder sogar kostenlose Alternativen mit mehr Leistung.
- Kontowechselservice erleichtert die Umstellung von Daueraufträgen und Lastschriften.
- Ein Vergleich hilft, Konto, Karten und Dispo aufeinander abzustimmen.
- Bonusaktionen und Neukundenprämien können den Wechsel zusätzlich versüßen.
Diese Kosten sollten Sie beim Girokonto im Blick behalten
Bei der Auswahl eines Girokontos lohnt der Blick auf alle Preisbestandteile. Neben der reinen Kontoführungsgebühr fallen häufig weitere Entgelte an, die sich über das Jahr summieren. Wer diese Punkte kennt, erkennt schnell, ob das aktuelle Konto noch zu den eigenen Zahlungsgewohnheiten passt.
Kontoführung & Karten
Monatliche Grundgebühr, Kosten für Girocard und Kreditkarte sowie Zusatzleistungen wie Partnerkarten oder digitale Karten.
Bargeld & Dispokredit
Gebühren für Abhebungen im In- und Ausland sowie die Höhe des Dispo- und Überziehungszinses bei kurzfristigen Engpässen.
So finden Sie das passende Girokonto
Ein guter Vergleich beginnt bei den eigenen Anforderungen. Nutzen Sie das Konto hauptsächlich online, zahlen Sie viel mit Karte oder heben Sie regelmäßig Bargeld ab? Die Antworten entscheiden, welcher Kontotyp am besten passt – vom klassischen Filialkonto bis zum reinen Online-Konto.
- Kontoführungsgebühr mit typischen Nutzungsgewohnheiten abgleichen
- Kosten für Girocard, Debit- und Kreditkarte berücksichtigen
- Bargeldversorgung im Alltag und auf Reisen prüfen
- Höhe des Dispo- und Überziehungszinses vergleichen
- Banking-App, Onlinebanking und Servicequalität einbeziehen
- Etwaige Neukundenprämien als Zusatz, nicht als Hauptkriterium sehen
Die wichtigsten Vergleichskriterien im Überblick
Kontowechsel Schritt für Schritt
Ist ein neues Konto gefunden, geht es an die praktische Umsetzung. Wichtig ist, dass Zahlungseingänge und Lastschriften nahtlos weiterlaufen. Viele Banken bieten dafür einen Kontowechselservice an, der automatisch Vertragspartner informiert und Daueraufträge überträgt.
Vor dem Wechsel
- Neues Girokonto eröffnen und Zugangsdaten sichern
- Alte Kontoauszüge auf regelmäßige Abbuchungen prüfen
- Wichtige Zahlungspartner notieren (Miete, Strom, Versicherungen)
- Übergangszeit mit beiden Konten einplanen
Während des Wechsels
- Kontowechselservice der neuen Bank nutzen (falls vorhanden)
- Daueraufträge und Lastschriften überprüfen
- Arbeitgeber, Behörden und wichtige Stellen informieren
- Altes Konto erst schließen, wenn alles stabil läuft
Fazit: Ein Girokontowechsel kann sich deutlich auszahlen
Wer die tatsächlichen Kontokosten kennt und die Angebote strukturiert vergleicht, erkennt schnell Sparpotenziale. Moderne Girokonten kombinieren attraktive Konditionen mit komfortablem Onlinebanking und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem gezielten Vergleich legen Sie die Basis für ein Konto, das langfristig zu Ihrem Alltag passt.